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Reha-Einrichtungen
Langfristig in Bewegung
Aufgrund der positiven Wirkungen von körperlicher Aktivität nimmt die Bewegungstherapie in der Rehabilitation von Brustkrebs einen großen Stellenwert ein (1). Um langfristig von den positiven Effekten körperlichen Trainings zu profitieren, müssen die Rehabilitandinnen auch nach der Reha aktiv bleiben. Zur Erleichterung des Transfers von der Reha in den Alltag werden bereits unterschiedliche Nachsorgeprogramme angeboten. Das Nachsorgeangebot bei Brustkrebs ist jedoch bislang begrenzt und Personen aus strukturschwachen Regionen oder mit familiären bzw. beruflichen Verpflichtungen haben einen erschwerten Zugang zu entsprechenden Leistungen.
Digitale Nachsorgeangebote können deshalb eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Leistungsangebot sein.
Die S3-Leitlinie empfiehlt zur Nachsorge bei Brustkrebs ca. 150 Minuten Bewegung mit moderater Intensität oder 75 Minuten anstrengende körperliche Aktivität pro Woche (2).
Das Nachsorgeprogramm
Das Nachsorgeprogramm mit der Reha-Nachsorge-App (ReNaApp) soll Rehabilitandinnen mit Brustkrebs befähigen und motivieren, körperliche Aktivität langfristig aufrechtzuerhalten. Dabei wird die Nachsorge bereits ab dem Reha-Start mitgedacht.
Literaturnachweis
(1) DRV Bund. Leitlinie für die Rehabilitation von Patientinnen mit Brustkrebs. Modulare Therapiestandards zur Qualitätssicherung. Berlin; 2008.
(2) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. 2021.
